Buenos Aires ist wirklich außergewöhnlich und ich habe das Gefühl nur einen klitzekleinen Bruchteil davon kennengelernt zu haben, obwohl ich hier immerhin eine Woche verbrachte. Das Fahrrad hat sich mal wieder als hervorragendes Transportmittel zum Kennenlernen der Stadt herausgestellt und es hat sehr viel Spaß gemacht, die herrlichen Straßen per Drahtesel zu erkunden und sich einfach treiben zu lassen.
Höhepunkte waren sicherlich das Teatro Colón, eine der berühmtesten Opernhäuser der Welt, der Besuch des Kongresses, die breiteste Straße der Welt (9 de Julio), eine Gehminute von meinem Hostel entfernt, der Museu de Bellas Artes (Eintritt frei!, Bilder u.a. von Goya, van Gogh, Manet, Monet, Gaugain, Cézanne, Toulouse-Lautrec) sowie die Plaza de Mayo mit dem Regierungsgebäude, Kirchen und Banken. Buenos Aires wird oft als Paris von Südamerika bezeichnet und es gibt wohl keine Stadt auf diesem Kontinent mit mehr eleganten Straßen und mehr Gebäuden aus der Zeit der Jahrhundertwende, als Argentinien zu den reichsten Ländern der Welt gehörte. Ich hatte übrigens keine einzige Tango-Show gesehen, ich habe das Gefühl, dass dieser Tanz hier kommerziell sehr ausgeschlachtet wird und als „Muss“ eines jeden Buenos Aires-Besuchs gilt. Nun ja, nicht für mich.