In den folgenden Tagen ging es durch Kleinstädte in Richtung Asuncion. Ich passierte noch einmal Villarrica, danach ging es über Paraguari und Piribebuy zu Couchsurferin Nicki, die in einem winzigen Dorf mit ihrem Freund Dan lebt und als Peace Corps Volunteer Freiwilligenarbeit leistet. Ich habe mich viel mit den beiden Amis unterhalten, Dan hat mich ein bisschen im „Campo“  herumgeführt. Auf ihrer Terasse leistete uns eine Riesenkröte Gesellschaft.

Die nächste Stadt Caacupe ist der wichtigste Pilgerort Paraguays mit einer überdimensionalen Basilika. Hier habe ich ein günstiges kleines Hotel gefunden und habe viel Zeit im Internet verbracht. Da ich kein TV schauen kann und es kaum deutschsprachige Zeitschriften gibt, brauche ich alle paar Tage einige Stunden für mich zum Lesen, Kommunizieren oder für die Organisation des weiteren Reiseverlaufs. Diesbezüglich habe ich beschlossen, dass ich Rio de Janeiro ausfallen lassen werde. Die Gründe hierfür sind, dass mich noch so eine Monsterstadt zu sehr stressen würde. Außerdem liegt sie etwas weitab und ich wurde auch von Einheimischen gewarnt, dass die Sicherheitslage nicht gerade rosig sei. So werde ich stattdessen die nicht minder interessante Hauptstadt Brasilia anschauen, bevor es ENDLICH zu den Stränden im Nordosten geht, wo ich meine Reisegeschwindigkeit noch einmal deutlich reduzieren möchte. Schließlich sind es nur noch gut zwei Monate bis zu meiner Rückkehr und ich möchte das Jahr nicht mit einem Travel-Burnout beenden.

Aber davor ging es nochmal zurück nach Asuncion. Auf der letzten Etappe habe ich in Areguá den 59 jährigen Couchsurfer Gerhard besucht, der erst seit einigen Monaten in Paraguay wohnt. Von der Terasse seines tollen Hauses hat man einen sehr schönen Blick auf den größten See Paraguays, dem Lago Ypacaraí. Ich habe bei Gerhard drei sehr angenehme Tage verbracht.

In Asuncion wurde ich von Couchsurferin Ruth empfangen. Sie ist sehr mit sich selbst beschäftigt, so dass wir in den immerhin 7 Tagen meines Aufenthalts sehr wenig miteinander unternommen haben.