In Cusco könnte ich ewig bleiben, es gäbe noch so viel zu entdecken. Ich habe ungefähr ein halbes Dutzend Museen besucht, wahrscheinlich gibt es fünfmal so viele. Jeden Abend ist Party und irgendwo gibt’s immer Live-Musik, außerdem ist die Innenstadt einfach zu Fuß zu erkunden. Es macht Spaß, die Leute zu beobachten, eine bunte Mischung aus Einheimischen und Touris jeglicher Couleur. Von amerikanischen und japanischen Seniorenreise-gruppen, Schuhputzern über jungen Hippiemädchen aus westlichen Ländern und Indiofrauen, die ihre Kinder auf dem Rücken gebunden durch die Gegend tragen bis zu Geschäftsleuten und immer in Gruppen auftauchenden jungen israelischen Travellern gibt es hier viel zu bestaunen. Es zieht mich trotzdem weiter, vielleicht deswegen, weil ich hier erstaunlicherweise keinen Anschluss gefunden habe, obwohl es auch viele Einzelreisende gibt. Na ja, vielleicht am letzten Abend, es ist schon fast unheimlich, aber ich lerne fast immer am letzten Abend vor meiner Abreise nette Leute kennen.
Machu Picchu war grandios, genauso die Ruinen von Ollantaytambo und Pisaq. Ich habe viele Deutsche getroffen, sowohl Reisende als auch Aussteiger, die hier ein Hotel eröffnet haben oder sich sonstwie dem Gelderwerb im peruanischen Tourismus-Sektor gewidmet haben. Das Radfahren im Urubamba-Tal hat viel Spaß gemacht, wenn auch der Ein- und Ausstieg durch zwei knallharte Pässe erschwert wurde.