(in Klammern die Rad-Kilometer von dem zuvor genannten Ort hierher. Bspw.: Playa Guardalavaca (57 km) heißt: von Holguín nach Guardalavaca per Rad, 57 km

Holguín, 3 Tage: drittgrößte Stadt des Landes, wenige Touristen, daher wenig Anmache, viele Pferdekutschen und Bici-Taxis, nette Stadt und ein guter Start in den Kuba-Urlaub.

Playa Guardalavaca, 4 Tage (57 km): hier gibt es die All-Inclusive-Anlagen, Traumstrand mit weißem Sand und blauem bis türkisfarbenem Meer. Meine erste All-In-Erfahrungen, so dass ich keinen Vergleich zum Service und Angebot von anderen Hotels anstellen kann.

Banes, 3 Tage (35 km): nette, untouristische Kleinstadt, ich habe die meiste Zeit mit den Mädels Elisabeth und Cari verbracht. Es gibt auch zwei nette Strände unweit der Stadt.

Cueto, 1 Tag (55 km): keine Touristen, nur als Transitstadt kennengelernt und das einzige Mal in Kuba privat übernachtet.

Palma Soriano, 1 Tag (56 km): fehlt zu Unrecht in meinem Reiseführer, obwohl die Stadt nicht gerade klein ist, das Zentrum ist ganz nett, keine Casa Particular für Ausländer gefunden.

Santiago de Cuba, 8 Tage (53 km): in keiner Stadt war ich länger, Santiago ist die lauteste Stadt, die ich kenne. Der Karneval war supi, ich habe viele Couchsurfer getroffen und bin mit meinem Freund Nelson viel herumgekommen. Der Castello del Morró vor den Toren der Stadt, ebenso, La Gran Piedra, 1200 Meter hoch, und der botanische Garten in der Nähe sind alle einen Besuch wert. Santiago ist das musikalische Zentrum Kubas und es gibt hier Etliches zu sehen. Umgehauen hat mich das Viertel Vista Alegre mit alten Villen und Palästen, wie man sie aus Filmen kennt.

Sancti Spíritus, 4 Tage (per Reisebus, 8,5 Std. Fahrt): hier ist nicht viel los, was nicht negativ gemeint ist. Man wird in Ruhe gelassen, die Stadt ist sauber, es gibt eine sehr europäisch anmutende Fußgängerzone und das Zentrum ist hübsch restauriert. Ich war mit dem Schweden Love unterwegs, den ich in Santiago kennengelernt habe. So vergingen die Tage sehr schnell – was habe ich hier 4 Tage lang eigentlich gemacht??

Trinidad, 4 Tage (70 km): Trinidad ist die touristischste Stadt in Kuba, die vielen Verkäufer, Dealer und Jineteros gehen einem gehörig auf den Sack. Genauso nervt die hohe Polizeipräsenz, selbst in den Diskotheken stehen sie herum und beäugen den Touri, ob er versucht, mit einer kubanischen Chica in Kontakt zu kommen (verboten!). Die kleine Stadt ist zweifellos hübsch und vielleicht das Schmuckkästchen Kubas, 2 Tage sind aber mehr als genug.

Cienfuegos, 5 Tage (86 km): obwohl diese Stadt nur 120.000 Einwohner hat, wirkt sie an manchen Ecken wie eine Weltstadt im Miniaturformat. Sie ist schachbrettartig angelegt, und die Stadtteile Reina und Punta Gorda werden von drei Seiten vom Meer umgeben. Der José Martí Park ist für mich der schönste außerhalb Havannas.

Colón, 1 Tag (109 km): kleine Stadt, kaum Sehenswürdigkeiten, nur als Transitstadt gesehen.

Cardenas, 1 Tag (68 km): die Stadt der Kutschen, und nicht nur wegen dem Pferdemist die dreckigste Stadt, die ich Kuba gesehen habe. Zwischen Gehweg und Fahrbahn gibt es Vertiefungen, in denen sich das Regenwasser staut und sich ganze Biotope befinden. Es gibt ein paar alte sehenswerte Gebäude (z.B. die Markthalle).

Matanzas, 2 Tage (48 km): ich war von dieser Stadt genauso positiv überrascht wie von Cienfuegos. Matanzas liegt auch am Meer, jedoch auf sehr hügeligem Grund. Die meiste Zeit habe ich zusammen mit Silvio verbracht, er hat mich herumgeführt und während meinen Museumsbesuchen mein Fahrrad draußen bewacht. Der schweißtreibende Aufstieg zur Ermita de Monserrate entlohnte uns mit einem herrlichen Ausblick auf Bucht, Stadt und Umgebung. Da nicht weit von Varadero und Havanna, für jeden Kuba-Urlauber empfehlenswert. Im Museum Palacio del Junco gibt es die einzige Mumie Kubas zu bewundern!

Guanabo, 2 Tage (72 km): Ferienort, der hauptsächlich von Kubanern frequentiert wird. Der Strand ist schön aber die Umgebung bebaut und z.T. Verschandeln halb abgerissene Häuser die Sicht, aber das Wasser klar und der Sand relativ sauber.

La Habana, 6 Tage (33 km): wurde auch mal „die hässliche Schöne“ genannt. Die Neugier war groß und die Stadt hat mich wirklich aus den Socken gehauen! So etwas habe ich noch nie gesehen. Für mich die vielleicht interessanteste Stadt, die ich kenne, mit einem einzigartigen Flair, unglaublichen Gegensätzen und darüber hinaus dürfte Havanna die weltweit sicherste Stadt dieser Größe sein – korrigiert mich, wenn ihr es besser wisst! Es gibt Stadtteile, in denen man Wochen verbringen könnte und trotzdem jeden Tag etwas Neues entdecken würde. Die Vielzahl der alten Gebäude ist überwältigend. Sie sind teilweise perfekt restauriert, gleich daneben gibt es jedoch Häuser, die in Deutschland längst für unbewohnbar erklärt worden wären und es gibt sogar Häuser, bei denen wie nach einem Bombenanschlag nur noch die Grundmauern stehen und das mitten in der Innenstadt, unfassbar!